Das Zuschneiden und Überziehen von Papptafeln - Teil 4
2) Es wird, nachdem die Pappe zugeschnitten ist, ein Stück buntes Papier von der Größe hergerichtet, dass es an allen vier Seiten um 1 bis 2 cm größer ist als die Pappe. Ist dieses Stück zugeschnitten, so wird es angestrichen und die Pappe so darauf gelegt, dass das Überstehende gleichbreit hervorragt. Hierauf werden die Ecken ebenso schräg geschnitten, wie beide Streifen (siehe vorige Verfahrungsweise), und auch zwei gegenüberliegende Seiten zuerst herum geklebt, darauf die Ecken mit dem Pfalzbein oder Daumennagel eingekniffen und sodann die beiden überstehenden Seiten herübergezogen.
Der Sauberkeit wegen tut man wohl, das Überstehenden mit Hilfe eines Makulaturblattes herüberzuziehen und fest zu streichen. Soll hier ein Bändchen oder Ring befestigt werden, so macht man es in derselben Weise, wie vorher bei geränderten Tafeln, nur dass hier kein ganzes Blatt die Rückseite zu decken braucht, sondern nur ein kleines Stückchen Papier von derselben Farbe, dem man noch die Gestalt eines Wappens geben kann. (Letzteres Verfahren wird auch angewandt, wenn an einem gebrauchten Gegenstand der Ring abgegangen ist.) Ist nun die Rückseite mit dem Ring fertig, so klebt man auf die Vorderseite die Landkarte ganz in der Weise wie vorher angegeben.
3) Es kann eine Landkarte auch so aufgezogen werden, dass man dieselbe gleich, wie sie ist, das heißt nicht zugeschnitten, auf ein ebenso unvorbereitetes Stück Pappe klebt und diese dann, nachdem die Arbeit recht trocken geworden ist, in der vorher angegebenen Weise zurecht schneidet.
Man verfährt dabei genauso, wie früher, und misst entweder mit dem Zirkel von den gedruckten Endfassungslinien aus den Rand gleichbreit ab, oder mit einem Streifen Papier, welches häufig sicherer und bequemer ist (vergleiche Abbildung unten).
Ist dies geschehen, so öffnet man den Zirkel soweit, als die Breite der Einfassung aus buntem Papier betragen soll. Hierauf legt man den einen Schenkel des Zirkels an die Kante der zugeschnittenen Karte und zieht den anderen Schenkel, indem man dem Zirkel schräg nach sich hält, am Rande herunter (Abbildung unten).
Verfährt man in dieser Weise auf allen vier Seiten, so ist die Breite vorgezeichnet, wo später die Streifen genau angelegt werden können. Das Rändern durch bunte Streifen geschieht überhaupt in der angegebenen Weise.
