Mappen und Brieftaschen - Teil 1
In der Weise, wie in der vorigen Arbeit die Buchdecke angefertigt wurden, sind auch Mappen oder Brieftaschen herzustellen. Man schneidet zwei gleich große Pappen von der Größe der gewöhnlichen Schulmappen oder Brieftaschen und außerdem noch ein Stück von der halben Größe c (Abbildung unten), welches an den Ecken abgestumpft oder sonst wie verziert werden kann.
Unserer Abbildung stellt die Mappe dar, wie die drei Teile zusammengesetzt sind, und zwar hier ohne eingelegten Rücken; auch ist der Zwischenraum an der Klappe breiter als der andere, und dies aus dem Grunde, weil die Mappe sich beim Füllen nach oben erweitert, wie bei der Abbildung unten die Tasche zeigt.
Die dunkel schraffierten zwei Stellen sind die Leinwandrücken, welche oben und unten eingeschlagen sind, und es ist rätlich, gleich jetzt dieselben mit Leinwand auf der Innenseite zu überziehen, da später, wenn der Leim hart geworden ist, die Rücken sich nicht schön rund biegen lassen.
Die letzteren Leinwandstreifen haben dieselbe Breite, wie die äußeren, sind aber nur so lang, dass sie oben und unten den Einschlag bedecken. Will man dazu Leder verwenden, so verschaffe man sich dasselbe vom Buchbinder und bestelle dabei, dass gleich die Ränder ausgeschärft werden mögen. Das Überziehen geschieht hierauf in der früher angegebenen Weise.
Um die Tasche anzufertigen, schneidet man von richtiger Pappe oder recht starkem Papier zwei Stück, von denen jedes doppelt so groß ist als die vorher zugeschnittenen Pappstückchen, und bricht diese in der Mitte zusammen (Abbildung oben).
Die beiden Falten werden aus auf Papier gezogener Leinwand gemacht, in der Mitte a (Abbildung oben) zusammengebrochen und zwar so, dass die Leinwand später nach außen kommt, und dann auf beide Seiten b und c wieder zurück gebrochen. Darauf werden die Falten rechts und links in die Tasche in der oben sichtbaren Weise hineingesteckt und mit den zuletzt gebrochenen Teilen von außen festgeklebt.
