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Notizbücher - Teil 1






Notizbücher oder überhaupt Bücher, welche gegen 10 Bogen stark sind, müssen anders geheftet werden, als die besprochenen Hefte. Wenn die Bogen, wie dort vorgeschrieben, gefalzt sind, werden die Brüche nochmals recht fest mit dem Falzbein von zwei Seiten gestrichen. Dann klebt man sich Buchbinderleinwand doppelt zusammen (man kann auch Papier oder ein Stück Zeug kleben) und schneidet 4-5 mm breite Streifchen, bricht dieselben an einem Ende 2-3 Zentimeter um und legt sie mit den umgebrochenen Enden auf den Tisch nebeneinander.

Hierauf bringt man den ersten Bogen so darauf, dass der obere Bruch auf die linke Seite kommt und verteilt die Leinwandstreifen (Bünde) in der Weise, dass sie vier cm von oben und unten des Bogens entfernt sind.

 

Nun sticht man bei a (Abbildung oben) genau im Bruch mit der Nadel von außen hindurch, kommt bei b wieder heraus, sticht um den Bund herum und bei c wieder hinein, dann geht man inwendig mit der Nadel nach d und sticht heraus, fährt wieder um den Bund herum, sticht bei e hinein und kommt zuletzt bei f  heraus.

Darauf legt man den zweiten Bogen auf und rückt ihn links mit dem ersten gleich, sticht in dessen Bruch bei f hinein, kommt bei c heraus, fährt um den Bund herum und sticht bei d hinein und geht nun rückwärts so fort, bis man wieder bei a herauskommt.

Hierauf verknüpft man das Ende, welches am ersten Bogen bei a hervorsteht, mit dem Faden fest und legt den dritten Bogen auf. Mit diesem geht man wieder in der Richtung nach f und verknüpft ihn hier in der Weise, dass man mit der Nadel hinter f zwischen dem ersten und zweiten Bogen so hineinfährt, dass dieselbe zwischen den beiden Bogen am Oberschnitt mit dem Faden herauskommt und letzterer fest angezogen wird.

In der angegebenen Weise heftet man einen Bogen nach dem anderen auf und verknüpft ihn am Ende, bis der letzte Bogen kommt, welcher dreimal verknüpft wird.

Hierauf werden die Bünde oben umgebrochen, mit dem Falzbein festgedrückt etwas schräg und gleich lang geschnitten (Abbildung oben) und das so geheftete Buch zwischen zwei Bretter gelegt, so dass der Rücken mit denselben gleich liegt (Abbildung unten).

Dann wird recht warmer Leim genommen, der Rücken damit bestrichen und entweder mit einem Hammer oder mit dem Falzbein eingerieben, so dass die Bogen am Rücken etwas breit gedrückt werden. Man streicht mit dem Pinsel den zusammengeschobenen Leim herunter und legt schnell ein Stück dünnes Papier, am besten Löschpapier, über den Rücken, reibt dasselbe recht fest und lässt nun das Buch gut trocken werden.

 



Dieses Bastelmaterial wird in den alten Büchern am häufigsten verwendet:

Falzbein
Graupappe
Marmoriertes Papier
Kleister
Knochenleim

Modernes Bastelmaterial, dass sich gut für die Bastelarbeiten eignet:
Graupappe
Scrapbooking-Papiere
Bastelkleber
Decoupagekleber
Decoupagepapiere
Geschenkpapier
Kleister

 

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