Visitenkartentaschen oder Hexentaschen
Es werden zwei Stück 1 mm stake, 1 dm lange und 7 cm breite Pappdeckel zugeschnitten und dann, nachdem sie mit Goldpapier gerändert worden sind, auf einer Seite mit weißem Moireepapier überzogen. Diese überzogenen Seiten sind als die Innenseiten zu betrachten.
Hierauf schneidet man drei Stück 1 cm breite weißseidene Bänder zu und legt sie nach Abbildung A quer über die überzogene Seite einer der Papptafeln, deckt dann die andre Papptafel mit der überzogenen Seite auf die Bänder (ohne dieselben zu verschieben), so dass an der Seite die Bänder hervor stehen (Abbildung B).
Die überstehenden Bänder werden und so aufgeklebt, dass die hervorstehenden Teile a auf die obere Seite, hingegen die Teile b auf die hintere Seite kommen. Jetzt sind die beiden Pappenteile fest miteinander verbunden, ja sie haben noch den Vorteil, dass sie sich auf beiden Seiten aufschlagen lassen, gleichsam als wären sie mit einem Scharnier verbunden.
Aufgeschlagen hat die Visitenkartentasche das Ansehen, wie Abbildung C und es kommt nun darauf an, auf welcher Seite man sie aufschlägt. Das eine Mal liegt die Visitenkarte unter dem einen Streifen, klappt man zu und macht sie auf der anderen Seite auf, so liegt sie unter den zwei Streifen.
Diese Tasche, welche jeder Erwachsene benutzen kann, macht auch Kindern viel Freude. Sie nennen sie Hexentaschen. Die Außenseiten, wo die Bänder fest geklebt sind, können entweder mit einem feinen Lackpapier oder einer Stickerei überzogen werden, deren Ränder dann noch mit Goldborte zu besetzen sind.
Eine andere Art der Visitenkarten oder Zaubertaschen wird dadurch hergestellt, dass man statt des Bändchens (Abbildung C) zwei sich kreuzende Bändchen (Abbildung unten) anbringt.
Am bequemsten kommt man weg, wenn man die beiden gleichlaufenden Bändchen zuerst und genauso wie vorher befestigt. Dann kann beim Anbringen der sich kreuzende Bändchen nicht leicht eine Verirrung vorkommen.
