Bilderrahmen mit Hohlkehle

Bilderrahmen mit Hohlkehle (Abb. 93) können zu den verschiedensten Zwecken dienen, besonders aber werden die dazu verwendet, dass man Hochzeitskränze oder leicht zerbrechliche Naturgegenstände darin aufbewahrt.

Beschreiben wir zunächst einen uns gegenüber an der Wand hängenden Rahmen mit einem getrockneten Flusskrebs. Derselbe wurde so konserviert, dass wir ihn ungekocht vierzehn Tage an einem stillen Orte den Schmeißfliegen preisgaben, dann etwas anfeuchten und gut aufspannten.

So steckt er nun schon mehrere Jahre staubfrei in seinem einfachen, aber seiner Naturfarbe gemäß, geschmackvollen Behälter. Zu letzterem wurde eine Pappkasten angefertigt, an welchem aus der Bodenfläche ein Stück a b (Abb. B) so groß herausgeschnitten wurde, als für den Umfang des Krebses nötig war.

Hierauf wurden vier Streifen Kartonpapier geschnitten, so lang wie die Seiten des Kastens und so breit, dass sie nach dem Ausrunden mit dem Falzbeine hübsche Hohlkehlen darstellten.

Zuerst wurden die beiden längsten festgeklebt und zwar ohne Leimpapier an den Kanten a b und c d mit sehr wenig starkem Leime. Dieselben wurden auch nicht in den Winkeln schräg geschnitten, dagegen aber die beiden kürzeren (Abb. C), welche auch noch abgerundet wurden, wie die Abbildung zeigt.

Beim Überziehen wurden zuerst die Kanten a b mit seinem roten Glanzpapier gerändert, dann die Hohlkehlen mit rehbraunem Naturpapier soweit überzogen, dass von den roten Rändchen a b nur die Pappstärke sichtbar blieb.

Hierauf wurde der obere Rand des Kastens bei c d mit starkem, aber recht heißem Leim bestrichen, darauf die Glastafel gelegt und dann das Ganze an den Seiten mit Marmorpapier überzogen, wobei die Glastafel durch einen geringen Papierüberschlag noch eine besondere Befestigung erhielt.

Für den Krebs selbst wurde nun noch eine besondere Papptafel hergerichtet, dieselbe mit dunkelgrünem, fast schwarzem Glacépapier überzogen und darauf der Krebs mit Heftfaden an den Scherenwurzeln befestigt. Zuletzt wurde diese Papptafel mit dem Krebse auf der Rückseite des Rahmens mit Papierstreifen befestigt.

In derselben Weise wurden ferner eingerahmt: Das Skelett eines Frosches, ein besonders großer Hirschkäfer, ein gut gelungenes Blatt in Gipsabdruck usw.

Wer die vorhergehenden Arbeiten zum großen Teil erledigt hat, dem wird es nicht schwer fallen, die verschiedensten zusammengesetzten arbeit selbst zu erfinden. Als Beispiel möge der Gegenstand unten gelten.

Auf einer Platte von 1 Centimeter Höhe ruht ein Würfel, dessen Inneres ein Kasten mit Hals darstellt. Der Deckel ist nicht zum Aufklappen, sondern nur abzuheben. Der Aufsatz besteht wieder aus Platten und Hohlkehle und der oberste Teil ist ein rundes Hohlgefäß, in welches vielleicht Zahnstocher oder dergleichen gesteckt werden können.

Als Zündholzbehälter ist diese Arbeit nicht zu empfehlen, weil eine Reibfläche derselben bald ein unsauberes Ansehen geben würde.

vor 1 Woche

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