Das Kartenhaus als Weihnachtsmonument

Aus alten Spielkarten, steifen Papier oder dünnem Karton kann man wirkungsvolle Kartenhäuser basteln, die sich nicht umblasen lassen. Man falzt die einzelne Karten durch Umschlagen zweier Kanten so, dass die Grundflächen lauter gleichgroße Quadrate sind, und baut immer je sechs Karten zu einem Würfel zusammen (siehe Abbildung 1-5). Durch einfaches Unterschieben der umgeschlagenen Kanten unter die Falze des bereits fertigen Würfels lässt sich der nächste solide daran anbauen. Auf diese Art kann man hübsche Gebäude errichten, die bei geschickter Anlage monumentale Wirkung ergeben, wenn man nur Karten genug besitzt oder anfertigt.

Dabei wählt man zur ungefähren Wiedergabe irgend ein bekanntes Gebäude der Stadt (unser Bild zeigt zum Beispiel den Stuttgarter Bahnhof). Der Vater kann aber auch zur Freude seiner Kinder in neuen architektonischen Entwürfen schwelgen und Paläste bauen, die weniger kosten und weniger Ärger machen als die sonst üblichen. Wenn am Weihnachtsabend die Kleinen endlich ins Bescherungszimmer herein dürfen und sich einem von innen beleuchteten Monumentalbau gegenüber finden, ist ihr Entzücken unbeschreiblich.
Man kann die Kartenhäuser noch dadurch ausgestalten, dass man sie von außen bemalt, dass man Fenster herausschneidet und mit buntfarbigem Gelatinepapier hinterklebt, und das Innere mit Dunkelfeinden oder feuersicherer mit elektrischen Lämpchen und Taschenlampenbatterien beleuchtet.
Auch die Anwendung kleinerer Würfel zum Zwischenbau von Säulenhallen und ähnlichem ist möglich, wenn man nicht mit einem einzigen Würfelformat auskommen will. Besonders gut macht sich die Verwendung von Mauerpapier.
Die errichteten Gebäude lassen sich natürlich wieder zerlegen und später zu anderen Bauten erneut verwenden. Und nun frisch ans Werk, wer baut die schönste Riesenburg, ein Rathaus, einen Tempel oder ein normännisches Donjon?

vor 7 Tagen

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