Wenn du alte Sprüche liebst, findest du hier genau die Art von Texten, die auf Karten, Tags, Lesezeichen und Journalingseiten eine besondere Wirkung entfalten. Viele dieser Worte stammen aus alten Hausinschriften, handschriftlichen Sammlungen oder frühen Veröffentlichungen und wirken deshalb so authentisch. Die Mischung aus Zeit, Jahreslauf, Vergänglichkeit und kleinen Lebensweisheiten passt wunderbar zu kreativen Papierprojekten und verleiht ihnen Tiefe. Und das Beste daran: Alle Sprüche sind nach heutigem Stand gemeinfrei und damit völlig unproblematisch nutzbar.
Alte Sprüche für Karten, Journals und Poesiealben
Wenn du gerne Karten bastelst, Poesiealben füllst oder kleine Papierprojekte gestaltest, kennst du dieses Gefühl wahrscheinlich: Du hast das richtige Design, die richtigen Farben und ein schönes Arrangement – aber der passende Text fehlt noch. Gerade alte Sprüche über Zeit, Jahreslauf, Geduld oder Veränderungen können einen kreativen Moment wunderbar abrunden. Sie wirken ruhiger als moderne Zitate und tragen eine Wärme in sich, die beim Schreiben oder Verschenken sofort spürbar wird.
Viele dieser Reime stammen aus einer Zeit, in der man Weisheiten nicht googeln konnte, sondern sie mündlich weitergab oder an Hauswände schrieb. Andere kommen aus Sammlungen alter Lebensregeln oder aus frühen Gedichtheften. Ob als kurzer Akzent auf einer Karte, als Überschrift im Journal oder als ruhiger Gedanke in einem Poesiealbum – die folgenden Texte lassen sich vielseitig einsetzen und passen in fast jedes Papierprojekt.
Sprüche, Reime und Hausinschriften – komplette Sammlung
Mit Gottes Hilf‘ fang alles an,
so wird’s ein guten Fortgang ha’n.
Niedersächsischer Reim
Lass dir Zeit; ließ sich doch auch
Gott Zeit, als er die Welt erschuf.
Alter Spruch.
Zeit gibt Ehre, Zeit gibt Rat,
Zeit gibt Künste, Zeit gibt Tat.
Alter Reim
Auf was Gutes ist gut warten,
und der Tag kommt nie zu spat,
der was Gutes in sich hat,
schnelles Glück hat schneller Fahrt.
Alter Reim
Lass dich von den Ungewittern
dieses Lebens nicht verbittern!
Bald auf neu erstand’nen Blüten
wird die Frühlingssonne zittern.
Heinrich Leupold.
Ein gutes Jahr ist allezeit willkommen.
Isländisches Sprichwort.
Die Zeit teilt, heilt, eilt.
Hausinschrift.
Kommt Zeit, kommt Rat,
kommt Rat, kommt Tat,
kommt Tat, kommt Lohn:
Wär‘ ich da schon!
Alter Reim.
Genieße still zufrieden
den sonnig heitern Tag,
Du weißt nicht, ob hienieden
ein gleicher kommen mag.
J. Sturm.
Wie einer ist, so schaut er,
wie einer denkt, so traut er,
wie einer ringt, erwirbt er,
wie einer lebt, so stirbt er.
Alter Reim.
Genieße still zufrieden
den sonnig heitern Tag,
Du weißt nicht, ob hienieden
ein gleicher kommen mag.
J. Sturm.
Man sieht niemals soviel nach der Sonne,
als wenn sie sich verfinstert.
Habe stets in Zucht die Augen dein
und wart’ der rechten Zeit gar fein.
Sorgen morgen,
Freude heute!
Man sichert sich die Zukunft,
wenn man die Vergangenheit ehrt.
Kaiserin Augusta.
Die rechte Zeit und die schlechte Zeit: beide gehen vorüber.
Sage nichts Schlimmes vom Jahre,
bevor es vorüber!
Tipps & Ideen für kreative Projekte
Für Karten und Grüße
Ein kurzer Zweizeiler eignet sich perfekt für die Außenseite einer Karte. Längere Reime wirken innen sehr schön, vor allem in Kombination mit einem kleinen handschriftlichen Zusatz.
Für Journaling und Mixed Media
Alte Reime lassen sich wunderbar in Collagen einarbeiten. Du kannst Textstreifen drucken, reißen oder mit Transparentpapier überlagern, um ihnen einen nostalgischen Effekt zu geben.
Für Poesiealben und Erinnerungsbücher
Besonders die Sprüche von Sturm oder Leupold eignen sich für ruhigere Seiten, die du mit floralen Motiven oder zarten Aquarelltönen kombinierst.
Für Tags, Snippet Rolls und kleine Papierobjekte
Kurze Sätze wie „Sorgen morgen, Freude heute!“ passen hervorragend auf Mini-Tags oder als Einschübe in Snippet Rolls.
Fazit
Alte Sprüche über Jahr, Tag, Zeit und Wandel haben etwas Beruhigendes und Zeitloses. Sie passen zu fast jeder kreativen Papierarbeit und lassen sich stimmungsvoll kombinieren. Wenn du historische Texte liebst oder deinen Projekten ein wenig nostalgischen Charakter geben möchtest, findest du in dieser Sammlung viele passende Worte. Eine weitere Sammlung findest du unter anderem in unserem Artikel Kartensprüche zur Selbsterkenntnis – Worte voller Klarheit und Innerlichkeit.
Weitere kreative Inspirationen und Papierideen findest du auf bastelfrau.de – besonders, wenn du gerne mit Schrift, Text und kleinen Akzenten arbeitest.
Gemeinfreiheits-Check
Alle Zitate stammen entweder aus:
- anonymen oder volkstümlichen Überlieferungen
- alten Reimsammlungen
- Sprichwörtern
- Hausinschriften
- oder von Autor*innen, deren Todesjahr nach heutigem Wissen mehr als 70 Jahre zurückliegt.
So viel ich weiß, sind nach deutschem Urheberrecht solche Texte gemeinfrei (§ 64 UrhG).
Todesjahre der nachweisbaren Urheber*innen
(Alle anderen Texte sind anonym oder traditionell und damit ebenfalls gemeinfrei.)
- Heinrich Leupold – † 1874
- Julius Sturm (J. Sturm) – † 1896
- Kaiserin Augusta – † 1890
Die restlichen Sprüche sind entweder Sprichwörter, alte Reime, überlieferte Hausinschriften oder ohne eindeutige Zuordnung.
Hinweis in eigener Sache
Bitte beachte, dass ich weder Rechtsanwältin noch Notarin bin und dir deshalb keine verbindlichen rechtlichen Auskünfte geben kann oder darf. Die Einschätzung zur Gemeinfreiheit der genannten Texte beruht auf meinem aktuellen Kenntnisstand und einer sorgfältigen Prüfung der bekannten Todesjahre sowie der Art der überlieferten Sprüche. Sie ersetzt jedoch keine professionelle Rechtsberatung. Wenn du absolute Sicherheit benötigst, solltest du die Rechtslage zusätzlich selbst prüfen oder fachkundigen Rat einholen.

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